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Was ist los auf diesem Planeten?

Verweigerte Handschläge – Hasskommentare im Netz – Terroranschläge – Putschversuche –  …die Liste ließe sich mühelos ergänzen.

Hat es Gift auf die Erde geregnet, das nun dafür sorgt, dass nun alle aufeinander losgehen?

Und dann diese neue Generation von Politikern, die die Bühne betreten hat, allen voran Donald Trump, aber mittlerweile auf Augenhöhe gefolgt von Boris Johnson und Nigel Farage. Da kann einem doch schon mal das ein oder andere graue Haar wachsen. Aber, was soll’s: die USA haben ja schon einige Erfahrung darin, ihre Politiker aus dem Showgeschäft zu holen, also warum nicht auch mal ein Komiker? Und die Engländer? Ich denke, es liegt am Linksverkehr. Der krempelt eben im Kopf auch irgendwann den gesunden Menschenverstand auf links um. Ist wohl so.

Sie haben keine Zeit mehr? Dann lesen Sie bitte nicht weiter.

Ansonsten möchte ich Sie zu einem längeren Diskurs entführen, zunächst einmal in die Vergangenheit. Die Gegenwart kann schon mal kursiv dazwischen quatschen…

Vor etwa 200 Jahren begann in diesem Land der Prozess der nationalen Einigung. Aus dem Kleinstaatengewirr wurden zunächst kleinere, dann größere Staatenbünde. Der Deutsche Zollverein, war in diesem Zusammenwachsen ein Meilenstein und bediente explosiv wachsende Freihandelsbedürfnisse, tobte doch schon, ausgehend von England, die Industrielle Revolution. Auch hierzulande spürten viele, dass Erneuerung her musste und so gingen im Hambacher Fest Studenten nicht auf die Straße, sondern auf einen Hügel und schwangen Schwarz-Rot-Goldene Fahnen. Uns mutet dies fast albern an, das war es aber nicht, denn die jungen Männer riskierten ihr Leben. Es ging Ihnen um Einheit und, aber erst in zweiter Linie, um Freiheit. Die Freiheit als zentraler Wert rückte erst mit der Revolution von 1848 in den Mittelpunkt. Die geistige Elite (pfui, sie hat Elite gesagt…) rang in der Frankfurter Paulskirche um eine Verfassung. Man orientierte sich an Frankreich, hatte hübsche Ideen, verfügte aber weder über Militär noch hatte man sonst irgendeine Macht. Traumtänzer halt. Aber dennoch als Ideengeber und als Gedankenordner sehr bedeutsam. Denn hundert Jahre später wurde ihr Verfassungsentwurf wieder aus der Schublade geholt, ein wenig verändert und umgesetzt. Aber erst einmal aber hinterließ das Scheitern dieser Ideen die Staaten des Deutschen Bundes in einer Art lethargischer Dumpfheit zurück.

Kriege führten letztendlich dies Land zusammen, angeführt von dem Machtmenschen Otto von Bismarck. Feindbilder hatten das Volk letztendlich geeint, nachhaltiger als die großen Ideen es vorher vermocht hatten. Bismarck jedenfalls putzte sich richtig hübsch heraus und setzte dem preußischen König die Krone auf: die des Kaisers eines geeinten Deutschland und die Location dafür war das Schloss von Versailles. Franzmänner dissen, hieß das Spiel.

Übrigens … Ähnlichkeiten mit den Ereignissen der jüngeren europäischen Geschichte sind rein zufällig ….

Zurück im Lande aber gingen für Kaiser und Kanzler die Schwierigkeiten erst richtig los. Überall fanden sich aufmüpfige Bürger, speziell in den alten „Südstaaten“. Die Wucht der Industrialisierung setzte Migrationsströme nie dagewesenen Ausmaßes in Gang. In den neuen Industriezentren mit der ungebremsten Ausbeutung des Faktors Mensch glimmte hier und da die Flamme einer sozialen Revolution auf. Nun, auch Bismarcks Idee war zündend: Der Kanzler rief den Kulturkampf aus. Er machte zwei gefährliche Strömungen aus: Die eher freiheitlich und liberal gesinnten Katholiken und die „Socialdemokratischen Vaterlandsverräter“. Und denen sagte er den Kampf an, einen gnadenlosen Kampf…

Hier endet der historische Teil des Diskurses.

Warum? Und dann so mitten drin?

 

Nun der aufmerksame Leser hat eine Reihe von Parallelen ziehen können. Vor allem aber ist das zentrale Wort gefallen.

Das zentrale Wort ist Kulturkampf.

Was uns heute begegnet ist nicht der Kulturkampf eines Herrn Bismarck, sondern der heutige ist global und ungeheuer vielschichtig.

Und da es so ein weites Feld ist, lesen Sie die nächste Kolumne oder denken einfach selbst weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

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