Ein Gedicht

Ich schreibe ein Gedicht

Damit es für mich spricht

Was mich in meiner Seele

So unablässig quäle

Oder was mich hoch erfreue

Mich im Kern gar runderneuere

So köstlich es auch immer sei

Es ist ein Wort nur – und vorbei

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Bizarr

Manchmal so aus dunkelroter Tiefe
bläst zorniges Gestobe die Fanfare
und zündelt hart am Feuer

Manchmal auf des Messers Schneide
zischt die Zwietracht scharf und kalt
und zertrennt des Herzens Band

Manchmal wie vom Blitz getroffen
zichzackt alles kreuz und quer
und kirre Gnome kreischen

Schändung – ein Lehrstück

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Grölend poltert der Faschismus auf die Bühne

großkotzt stinkend übers  Publikum

knallt noch den Beleuchter ab

einfach so

einfach

 

 

Die Demokratie hockt nun im Dunkeln

und Demogogen schänden sie

werfen sie zur Strafe

in die Gosse

Dreck

Das

 

Warum hat sie sich nicht gewehrt?

Es war so dunkel und sie musste sich an ihre selbst verordneten Regeln halten.

Ach hätte sie doch einen Selbstverteidigungskurs fürDemokratie  besucht… ach.

 

Klaras Kolumne 12

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Was ist los auf diesem Planeten?

Verweigerte Handschläge – Hasskommentare im Netz – Terroranschläge – Putschversuche –  …die Liste ließe sich mühelos ergänzen.

Hat es Gift auf die Erde geregnet, das nun dafür sorgt, dass nun alle aufeinander losgehen?

Und dann diese neue Generation von Politikern, die die Bühne betreten hat, allen voran Donald Trump, aber mittlerweile auf Augenhöhe gefolgt von Boris Johnson und Nigel Farage. Da kann einem doch schon mal das ein oder andere graue Haar wachsen. Aber, was soll’s: die USA haben ja schon einige Erfahrung darin, ihre Politiker aus dem Showgeschäft zu holen, also warum nicht auch mal ein Komiker? Und die Engländer? Ich denke, es liegt am Linksverkehr. Der krempelt eben im Kopf auch irgendwann den gesunden Menschenverstand auf links um. Ist wohl so.

Sie haben keine Zeit mehr? Dann lesen Sie bitte nicht weiter.

Ansonsten möchte ich Sie zu einem längeren Diskurs entführen, zunächst einmal in die Vergangenheit. Die Gegenwart kann schon mal kursiv dazwischen quatschen…

Vor etwa 200 Jahren begann in diesem Land der Prozess der nationalen Einigung. Aus dem Kleinstaatengewirr wurden zunächst kleinere, dann größere Staatenbünde. Der Deutsche Zollverein, war in diesem Zusammenwachsen ein Meilenstein und bediente explosiv wachsende Freihandelsbedürfnisse, tobte doch schon, ausgehend von England, die Industrielle Revolution. Auch hierzulande spürten viele, dass Erneuerung her musste und so gingen im Hambacher Fest Studenten nicht auf die Straße, sondern auf einen Hügel und schwangen Schwarz-Rot-Goldene Fahnen. Uns mutet dies fast albern an, das war es aber nicht, denn die jungen Männer riskierten ihr Leben. Es ging Ihnen um Einheit und, aber erst in zweiter Linie, um Freiheit. Die Freiheit als zentraler Wert rückte erst mit der Revolution von 1848 in den Mittelpunkt. Die geistige Elite (pfui, sie hat Elite gesagt…) rang in der Frankfurter Paulskirche um eine Verfassung. Man orientierte sich an Frankreich, hatte hübsche Ideen, verfügte aber weder über Militär noch hatte man sonst irgendeine Macht. Traumtänzer halt. Aber dennoch als Ideengeber und als Gedankenordner sehr bedeutsam. Denn hundert Jahre später wurde ihr Verfassungsentwurf wieder aus der Schublade geholt, ein wenig verändert und umgesetzt. Aber erst einmal aber hinterließ das Scheitern dieser Ideen die Staaten des Deutschen Bundes in einer Art lethargischer Dumpfheit zurück.

Kriege führten letztendlich dies Land zusammen, angeführt von dem Machtmenschen Otto von Bismarck. Feindbilder hatten das Volk letztendlich geeint, nachhaltiger als die großen Ideen es vorher vermocht hatten. Bismarck jedenfalls putzte sich richtig hübsch heraus und setzte dem preußischen König die Krone auf: die des Kaisers eines geeinten Deutschland und die Location dafür war das Schloss von Versailles. Franzmänner dissen, hieß das Spiel.

Übrigens … Ähnlichkeiten mit den Ereignissen der jüngeren europäischen Geschichte sind rein zufällig ….

Zurück im Lande aber gingen für Kaiser und Kanzler die Schwierigkeiten erst richtig los. Überall fanden sich aufmüpfige Bürger, speziell in den alten „Südstaaten“. Die Wucht der Industrialisierung setzte Migrationsströme nie dagewesenen Ausmaßes in Gang. In den neuen Industriezentren mit der ungebremsten Ausbeutung des Faktors Mensch glimmte hier und da die Flamme einer sozialen Revolution auf. Nun, auch Bismarcks Idee war zündend: Der Kanzler rief den Kulturkampf aus. Er machte zwei gefährliche Strömungen aus: Die eher freiheitlich und liberal gesinnten Katholiken und die „Socialdemokratischen Vaterlandsverräter“. Und denen sagte er den Kampf an, einen gnadenlosen Kampf…

Hier endet der historische Teil des Diskurses.

Warum? Und dann so mitten drin?

 

Nun der aufmerksame Leser hat eine Reihe von Parallelen ziehen können. Vor allem aber ist das zentrale Wort gefallen.

Das zentrale Wort ist Kulturkampf.

Was uns heute begegnet ist nicht der Kulturkampf eines Herrn Bismarck, sondern der heutige ist global und ungeheuer vielschichtig.

Und da es so ein weites Feld ist, lesen Sie die nächste Kolumne oder denken einfach selbst weiter.

 

 

 

 

 

 

 

 

Klaras Kolumne 11

Ja also, die Chose mit Boris Johnson, Nigel Farange und Konsorten ist ja auch mehr so ein Krenzfall:

Erst alles gegen die Wand fahren und dann unschuldig gucken.

Ich warte ja jetzt nur auf dieses „But I did love you all“ … (schnief)

Also ich jedenfalls biete meine Gartenlaube für junge englische Immigranten an. Muss nur etwas aufgeräumt werden. Zusatzoption: Vererbe meine Staatsbürgerschaft (aber nur an Knalltüten, die wählen gehen……)

Klaras Kolumne 10

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Und wieder mal sind sie Vorreiter, die Briten.

  • Sie haben sich das mit der konstitutionellen Monarchie ausgedacht, wenn auch nicht aufgeschrieben.
  • Sie setzten in großem Stil die Segel, als es Kolonien zu erobern gab.
  • Sie waren das Mutterland der Industrialisierung.

Ja und nun?

Kolonien sind weg. Wertschöpfung liegt seit Jahrzehnten darnieder. Und mit dem Aussaugen fremder Produktivitätstöpfe scheint ja wohl Schluss zu sein. Ist ja auch wirklich nicht die feine englische Art.

Nur das Regierungskonstrukt hatte bestand, so wie auch die Zweiklassengesellschaft spürbar ist, wie sonst in keinem europäischen Staat. Und irgendwie passt das nicht. Da ist jetzt diese Globalisierung, die auch die Queen nicht stoppen kann, und die täglich wachsende weltweite Just-in-Time Kommunikation. Das Alles geht nicht unter einen Hut, selbst nicht beim Pferderennen und schon gar nicht in Ascot.

Und so sind sie wieder Vorreiter.

Vorreiter, die uns zeigen:

Demokratie hat seine Tücken

Parteien zerlegen sich selbst

Es wird Zeit nachzudenken

Und so scheint es mir ein wenig, als opferten sie sich die Briten, damit wir alle erkennen:

Geschichte ist Geschichte und mal muss auch was Neues her:

  • Etwas Innovatives
  • Etwas Entscheidungsfreudiges
  • Etwas Verlässliches
  • Etwas, das kluges, bewährtes Handeln mit Innovationsfreude koppeln kann
  • Etwas, dass die Bedürfnisse der Menschen ebenso wichtig nimmt wie die Bedürfnisse des Marktes .. und die Bedürfnisse der Menschen sind nicht mehr die aus der Epoche der 1. Industrialisierung!

Klaras Kolumne 9

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Kaum zu glauben, wie lange es her ist, dass ich mich zu diesem Thema geäußert habe. Zu abgedroschen erschien es mir. Nun, wie dem auch sei…..    in medias res:

Der silberbehaarte, schon lange pensionierte, ehemalige Zollbeamte aus dem Hamburger Hafen streckt seinen Arm weit aus: „Da hinten ist der Kai, an dem die Waffen verladen werden. Auch Panzer und so… Es liegt aber sehr abgelegen und versteckt. Für die Öffentlichkeit ist es nicht sichtbar.“ Ich bin bei der Recherche für mein Buch und habe schon viel Historisches von ihm erfahren. Dies Aktuelle aber will er auch noch an die Frau bringen. Interessant. Sehr sogar.

Dann das Massaker von Orlando. Die öffentlich rechtlichen Nachrichten berichten und enden mit dem Schlusssatz:“ Und das geschieht in dem Land mit den viel zu lockeren Waffengesetzen…“ Was will uns das sagen?

Etwa: Geschieht ihnen doch recht, den ewig rumballernden Amis?

Nur mal so benannt:

Viele Staaten haben eine mächtige Waffenindustrie und eine nicht besonders zimperliche Waffenlobby:

USA, Russland, China, Nordkorea, und … und….

Ach ja…  und selbstverständlich auch Deutschland!

(Nichts stabilisiert eine Wirtschaft so gut, wie eine beständige Waffenproduktion.)

 

Ich summe eine Melodie:

Deutschland, einig Heuchlerland

 

 

 

 

 

 

Klaras Kolumne 8

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Was halten Sie von gepressten und getrockneten menschlichen Exkrementen als Kunstobjekt? Sagen Sie jetzt nicht: „Scheiße.“ Es ist definitiv der falsche Kommentar oder, und das wäre in diesem Falle schlimmer, alle dächten, Sie verstünden nichts von Kunst. Stellen Sie sich sicherheitshalber vor das Kunstobjekt, atmen Sie ungerührt den immer noch austretenden Gestank ein und rümpfen Sie um Gottes Willen nicht die Nase!

Wenn Sie zum Bildungsbürgertum gehören, dann ist es so.

Sind Sie ein Proll, dann können Sie sagen. „Scheiße bleibt Scheiße.“ und gut ist.

130 Künstler stellen in der Manifesta in Zürich aus. Raten Sie mal, über wen oder was berichtet wird … und schon ist dabei das Wort von der „Fäkalkunst“ kreiert.

Ja, ist denn die Kunst eine Salonhure?